Gardasee 420er
Auch in diesem Jahr fuhr die 420er-Gruppe des Baldeneysees unter Federführung des ETUF zum Training an den Gardasee in Norditalien.
Nach einer anstrengenden Fahrt durch die Nacht fanden wir uns Samstag, den 12.04. in Torbole wieder. Im Laufe des Tages kamen auch die Mitsegler, deren Eltern, unsere Boote und alles, was eine 40-Personengruppe auf einem Campingplatz benötigt. Bego baute eine recht professionelle Küche auf („Ein Gaskocher?? Nee, wir brauchen mehr“), in der jeden Tag zwei warme Mahlzeiten für erschöpfte Teenager und Erwachsene zubereitet wurden.
Unsere Trainerin Annika Storck wurde von dem dreimaligem FJ-Weltmeister Peter Wanders unterstützt, dessen Sohn zusammen mit uns segelte und der uns Karneval zu einem Training in Giesbeek (NL) eingeladen hatte. Er gab uns sehr nützliche Tipps, die wir noch nicht kannten, außerdem war das Training mit zwei Motorbooten sehr gut, eins zum Training, das andere für gekenterte Boote oder als Begleitung, wenn es für die einen oder anderen zu viel war. Unser Ruhrland-420er zeigte sich im gutem Licht, bei Wettfahrten waren wir oft unter den ersten drei oder vier Booten und anders als sein Vorgänger letztes Jahr füllten sich die Lufttanks nicht mit soviel Wasser, dass das Boot mehr nach unten als nach vorne fuhr.

Auch wenn unserer Gruppe die frühmorgendliche Sporteinlage nicht sonderlich gefiel, freuten wir uns immer auf den guten Wind auf dem Wasser: Während vormittags meistens leichter Wind herrschte, kam mittags oft ein starker Südwind von fünf oder mehr Bft. Unsere Trainer sorgten dafür, dass wir egal bei welchem Wind immer das optimale aus den Jollen herausholten.
Bei Übungsregatten mit anderen Trainingsgruppen, in denen auch Crews aus dem bayrischem Kader mitsegelten, gelang es uns zumindest ins Feld hereinzufahren dank kräftiger Motivation durch Thomas (jedes überholte Kaderboot gleich ein Eis). Abends an der Eisdiele haben wir uns unseren Lohn abgeholt.
Am Mittwoch besuchten wir den Flaggenzug des Lake Garda Meeting durch Riva, wo wir die Optisegler des Baldeneysees lautstark unterstützten.
An den darauf folgenden Wettkampftagen war der Gardasee von mehr als 1.000 quadratischen Segeln bedeckt, von großen Motorbooten geschützt, die alle neugierigen 420er auf italienisch wegscheuchten, wenn wir nahe der Bahn waren.
Ostersonntag ging es nach dem Eiersuchen noch einmal aufs Wasser. Beim Herausfahren hat eine unerwartete Bö alle fünf Boote, drei waren noch im Hafen, zum Kentern gebracht. Die Motorbootbesatzung sagte, es sah aus wie beim Dominoday.
Leider war nach der Mittagspause kein Wind mehr, sodass wir nach dem Booteverladen noch auf den Monte Brione wanderten, die Aussicht war die schmerzenden Beine nach dem Aufstieg auf 370 m wert.
Ahoi, Euer Thilo