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2017

75 Jahre Folkeboot: Goldpokal in Kerteminde

Anläßlich des 75. Geburtstages des Folkebootes hatten die dänischen Folkebootflotten nach Kerteminde im nördlichen Fünen eingeladen, dort wo durch die Folkeboot Centrale die meisten Folkeboote gebaut wurden.

Goldpokal der Folkeboote

Vom Ruhrland nahmen 3 Folkeboote teil: F GER 1001 Rainer Hasselmamnn, Jochen Bobbert und Gernoth Meier, F GER 874 Kai Spier, Karl Meurer und Jan Meier, F GER 664 Heier Fahnenstich, Joachim Wiegers und Geert Paulsen. Ein viertes Schiff vom Baldeneysee wurde noch durch Martin Jahrmarkt verstärkt.

Von Heisingen bis Kerteminde sind es ca. 710 km, die während der Urlaubszeit und diversen Baustellen auf der Strecke eine Herausforderung darstellten.

Nach 10,5 Stunden Fahrzeit erreichten wir die Marina von Kerteminde, die durch ihre großzügen Platzverhältnisse einen ausgezeichneten Eindruck machte. Wir wurden dort bereits von Johann und Dagmar (Wiegers) erwartet, die mit ihrem Wohnwagengespann einen 5-wöchigen Anfahrtsweg über Norwegen gewählt hatten.

Aus Anlass des besonderen Folkeboot Jubiläums hatten 79 Schiffe aus 6 Nationen zur Teilnahme gemeldet.

Am Samstagabend erlebten wir eine großartige und eindrucksvolle Eröffnungsfeier

Die Ohlsen Brothers spielten zünftig auf.

Am Montagmorgen war der 1. Start für 11:00 Uhr angesetzt, was bei einer Startlinie von 800 m und 79 Folkebooten kein einfaches Unterfangen war. Erst nach 3 Fehlstart und der anschließenden „Black Flag“ konnte das Feld auf den Kurs gehen. Laut Stiftungsurkunde des Goldpokals muss der Kurs mindestens 10 sm lang sein, was eine betragen, eine lange Strecke verglichen mit heutigen, kurzen Regattakursen. Bei Windstärken um 14 kn konnte die erste Wettfahrt problemlos ins Ziel gebracht werden.

Das Revier in der Bucht von Kerteminde wird bestimmt durch den Gezeitenstrom im Kattegat und mit wechselndem Strom im Großen Belt, was in der Bucht einen wechselnden Neerstrom auslöst und die eine oder andere Seite der Regattabahn jeweils extrem bevor- oder benachteiligt war.

Nach den Wettfahrten war der Dreh- und Angelpunkt die Wagenburg von Johann und Dagmar

Am Dienstag waren 2 Wettfahrten – à 10 sm – angesetzt. Der 1. Start war für 11:00 Uhr vorgesehen, jedoch flaute es bei schönsten Sonnenschein derart ab, das die Wettfahrt abgeschossen werden musste. Erst am späteren Nachmittag kam frischer Wind auf und die 2. Wettfahrt konnte gesegelt werden.

Nach den Wettfahrten gab es ein zünftiges Einlauf Bier aus einen eisgefüllten Optimisten, bei den dänischen Bierpriesen eine willkommene Geste.

Am Mittwoch – bei echtem Folkeboot-Wetter bis 22 kn Wind, war der erste Start bereits für 10:00 Uhr angesetzt.

Jetzt wollte es die Wettfahrtleitung noch einmal wissen und ließ an diesem Tag 3 Wettfahrten segeln, was bei vorhandenen Windverhältnissen eine echte Herausforderung war und manchen an die körperlichen Grenzen brachte: Von 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr bei starken Winden auf dem Wasser und Regattakursen von 10 sm.

Erst spät am Abend liefen wir zurück in den Hafen – hundekaput – aber es gab Lachs vom Grill und ein oder zwei Stegbiere.

Auch am Donnerstag wurde noch eine letzte Wettfahrt gestartet

Die Preise machten die Dänen unter sich aus– die ersten drei Plätze belegten lokale Dänen mit
Per Buch aus Kerteminde als Gewinner, Vierter wurde der beste Deutsche, Jürgen Breitenbach aus Kiel.

Wir vom Baldeneysee konnten unsere Plätze behaupten: Die Hasselmann Crew im vorderen Mittelfeld, Kai Spier mit seiner Mannschaft und die Fahnenstich Crew im hinteren Viertel.

Heiner Fahnenstich

Ben van Cauwenbergh gewinnt die belgische Meisterschaft

Nachdem Ben am letzten August-Wochende die Corinthean Meisterschaft in Oostende bei Punktgleichheit mit dem Sieger nur knapp verpasst hat, gewann er die internationale belgische Meisterschaft sehr souverän.

Ben van Cauwenbergh

Mit einem klaren Vorsprung von 3 Punkten lag er deutlich vor seinem Landsmann Alex Helsen, der am Wochenende vorher knapp vor Ben die Corinthean Meisterschaft gewonnen hatte.

Ben van Cauwenbergh

Es konnte wegen Starkwind nur an 2 von 4 Tagen gesegelt werden.

Segeln nur an 2 Tagen.

Das Feld war mit 28 Teilnehmern aus England, den Niederlanden und aus Deutschland international gut besetzt.

28 Teilnehmer aus 3 Nationen.

Grand Prix der Drachen in Kühlungsborn

Ben van Cauwenbergh belegt bei dem Grade-1-Event zusammen mit seiner Frau Nadja und Jörn Gruber einen hervorragenden 6. Platz trotz großer internationaler Konkurrenz.

Nadja auf dem Weg auf's Vorschiff.

In der Amateur-Wertung belegt das Team sogar den 2. Platz. Bei nicht immer einfachen Windverhältnissen und 2-tägiger Flautenpause platzierte sich Ben noch vor Michael Schmidt und Tommy Müller, die durch Malte Philipp und Jochen Schümann profimäßig unterstützt wurden. Obwohl Ben bekanntlich unter belgischer Flagge startet, war er und sein YCRE-Team die beste Crew aus einem deutschen Club.

Platz 6 für die Cauwenbergh-Crew.

Sieg beim Deltaweekend
an der Osterschelde

Ben van Cauwenbergh siegt mit seinem Drachen „Wayout“ souverän beim Deltaweekend auf der Osterschelde

Ben besiegte den 2-fachen Goldmedaillengewinner und 5-fachen Goldcup-Gewinner Poul Richard Høj Jensen in einem spannenden Matchrace. Mit den Gebrüdern Bakker hatte er zwei Spitzen-Vorschoter an Bord, so dass er sich bei Starkwind vonüber 25 Knoten mit 4 ersten und 2 zweiten Plätze souverän durchsetzen konnte. Beste Voraussetzung für ein gutes Abschneiden beim nächsten Grade-1-Event beim Grandprix in Kühlungsborn.

Sieg bei der Delta Week

Starboottraining in Heeg

Die Essener Starboot-Flotte veranstaltete am 1. und 2.4. ein Training in Heeg. Martin Jahrmarkt berichtet:

Starboot Regattatraining Heek

Als Starbootneuling freute ich mich ganz besonders darauf endlich die Gelegenheit zu bekommen, meine technischen Defizite zu beseitigen und von den erfahrenen Seglern zu lernen, wie man mit so einem riesigen Großsegel um geht.

Nachdem ich am Freitag eine Stunde früher Feierabend gemacht und schnell am Ruhrland die Feine Perle an den Harken gehängt hatte, ging es endlich auf die Bahn in Richtung Heeg.

Starboot Regattatraining Heek: Jahrmarkt

Bei der Ankunft wurde mir schnell klar, warum es unbedingt hier hin gehen sollte. Die Stadt wird komplett von kleinen Kanälen durchzogen, so dass wir unsere Boote direkt vor unseren Häuschen anlegen konnten. Wir ließen den ersten Abend mit einigen Heiniken und einer zauberhaften Spaghetti Bolognese von unserem Trainer Jochen Borbet ausklingen.

Am nächsten Morgen bauten wir nach einem üppigen gemeinsamen Frühstück unsere Boote auf. Die Crews der vier Boote bestanden aus Sven und Regine, Uwe und Annette, Jörg und Peter und Markus und mir. Ergänzt wurde die Truppe noch von Jörgs pfiffiger kleiner Tochter und ihrer Freundin, welche das Training vom Motorboot aus verfolgen durften.

Nach kurzer Ansprache des Trainers ging es endlich aufs Wasser. Auf dem Programm standen Starts und Tonnenmanöver. Jochen machte ein paar Videos, welche später am Abend in der Videoanalyse besprochen werden sollten. Bei mir waren Sprüche wie „Da passt doch ein Scheunentor zwischen“ keine Seltenheit und ich schaffte es nicht Jochen zu bestechen, damit er das eine oder andere missratene Manöver rausschneidet.

Starboot Regattatraining Heek

Das Highlight des ersten Trainingstages spielte sich im Hafen ab, wo Annette und Uwe in einem der zahlreichen Kanäle, beim Versuch einen noch schöneren Liegeplatz direkt vor unserem Haus zu ergattern, auf Grund liefen und erst mit der Hilfe von zwei jungen Holländern und ihrem Motorboot (nach Bestechung mit zwei Bierchen) wieder freikamen.

Samstagabend besuchten wir dann das Restaurant Jonas in de Walvis und ließen danach den Abend wie zu vor in unseren gemütlichen Häuschen ausklingen.

Am zweiten Tag hatten wir traumhaftes Segelwetter. Mit drei Beaufort und strahlendem Sonnenschein hätten wir uns kaum bessere Bedingungen wünschen können. Wir segelten diesmal etwas längere Rennen und ich konnte bereits erste Fortschritte bei unseren Manövern und Starts erkennen. Auf den längeren Kursen zeigte sich außerdem, dass der Bootsspeed zwischen den Teilnehmern gar nicht so stark variierte und eigentlich alle ziemlich schnell unterwegs sind.

Am Nachmittag traten wir dann wieder die Heimfahrt Richtung Essen an. Das Training in Heeg hat richtig viel Spaß gemacht. Wir wurden von Jochen gut auf die kommende Saison vorbereitet und fühlen uns jetzt schon sehr sicher im Umgang mit dieser Rennkiste.

Beim nächsten Training sind wir alle wieder dabei!

Viele Grüße

Euer Martin Jahrmarkt

Goldpokal
der Mini Folkeboote

Vom 10. bis 12. März 2017 fand der Goldpokal der „Mini Folke“ am Yachtclub Ruhrland statt.

Inoffizielle Deutsche Meisterschaft 2017

Vom 10. bis 12. März 2017 fand der Goldpokal der Mini Folke — ferngesteuerten 1m Folkeboote — am Yachtclub Ruhrland Essen statt, ausgerichtet und durchgeführt von der Mini Folkebootflotte Essen.

Am Freitagnachmittag trafen die auswärtigen Teilnehmer aus dem Norden Deutschlands und aus Berlin ein. Einige Teilnehmer nutzten schon die Zeit für Trainings-Schläge und bis spät abends erfolgte die Vermessung — Gewicht der Boote und Kontrolle der Segel.

Am Samstagmorgen um 10:00 Uhr fand das Skipper-Meeting statt und der international renommierte Wettfahrtleiter Stefan Giesen legte die Kurse und die Aufteilung der Teilnehmer in 4 Gruppen fest.

Bei leichten südöstlichen Winden um 3 wurde die 1. Wettfahrt um 10:30 Uhr gestartet. Es wurde mucksmäuschen still unter den vielen Zuschauern auf der Terrasse des Ruhrland Clubhaus, diese konnten über die Köpfe der Akteure — auf den unterhalb liegenden Stegen — hinweg die Regatten ideal verfolgen.

Der erste Block der Wettfahrten, bei der jeder gegen jeden in den vier Gruppen gesegelt hat konnte gegen Mittag beendet werden. Da der Wind immer mehr einschlief, servierte der Clubhauswirt eine kräftige Erbensuppe zur Stärkung der Teilnehmer.

Aber auch dies konnte den Wind nicht erwecken, der immer weiter einschlief, so dass am Nachmittag keine Wettfahrt mehr gesegelt werden konnte. Aber das Warten auf den Wind konnte mit 2 Fässern Bier dann doch noch in einen schönen Frühlingsnachmittag bei herrlichem, sonnigen Wetter gewandelt werden.

Um die Zeit für weitere Wettfahrten zu nutzen wurde dann am Sonntagmorgen bereits um 9:00 Uhr gestartet und bis um 13:00 Uhr konnten noch zwei weitere Wettfahrtserien bei guten 4 Windstärken aus Ost durchgeführte werden.

Am Ende setzten sich die Favoriten durch - gewonnen wurde der Goldpokal von Rainer Millies aus Plön vor Ben van Cauwenbergh aus Antwerpen und Jörn May aus Bordesholm. Jörg Meier wurde Vierter vor dem Altmeister Heino Peters aus Hamburg.

Der Preis für den „Ersten-Leid-tragenden“ ging an Uwe Westerkamp und für den „Held vom Mittelfeld“ an Carsten Edinger.

Unser aller Dank geht an Christiane und Jockel Weber als die Organisatoren, an den Wettfahrtleiter Stefan Giesen, an Petra Träptau für die Auswertungen und an alle Helfer die diesen Goldpokal möglich gemacht haben …und natürlich an die auswärtigen Teilnehmer die die weite Anreise nicht gescheut haben.

Heiner Fahnenstich