Yachtclub Ruhrland Essen e.V.

jugend-news 2016

Fancywork

Bei Wikipedia findet man die folgende Beschreibung von Fancywork:

„Fancywork bedeutet „liebevolle Handarbeit mit Seilen und Knoten“. Vor allem zur Zeit der großen Segelschiffe hatten die Seeleute während Flauten (Windstille) viel Zeit und Muße, sich mit Handwerk zu beschäftigen. Seile, Taue, Tampen und Leinen boten Möglich­keiten, kunstvolle Verzie­rungen zu schaffen. Neben kunstvollen Knoten (Zierknoten) als Schmuck von Pfeifen­schnüren, Messer und Marlspieker (Spleißnagel) oder Spleißen als Abschluss von Tauen wurden vor allem Leinen geflochten (Platting)“.

Am 12 November trafen sich nun 6 Segler, um sich auf die Spuren der Freizeit­be­schäf­tigung der Matrosen auf den Rahseglern zu begeben. Mit Geduld, Konzen­tration umd viel Mühe wurden Türkenbund, Affenfaust und Flachplatting geknüpft. Ein Türkenbund kann z.B. als Armband oder Zierring um eine Kerze oder als Serviet­ten­halter verwendet werden. Die Affenfaust dient als Schlüs­sel­an­hänger und ein Flachplatting kann als Armband oder Gürten verwendet werden. 

Optise­gelcamp in den Sommer­ferien 2016

In der ersten Feriewoche der Sommer­ferien 2016 trafen sich 9 Jungen und Mädchen, ein Trainer und ein Assistent im Yachtclub Ruhrland Essen mit dem Ziel, den Jüngsten­se­gel­schein des Deutschen Segler­ver­bandes zu erwerben.

Bei gutem Segelwetter wurde unter Anleitung zunächst das Wenden, Halsen, An- und Ablegen geübt und vertieft. Mit zunehmend sicherer Beherr­schung der Grundmannöver stiegen die Anforde­rungen z.B. durch geschicktes Kreuzen rasch an das Ziel zu gelangen, das genau in der Windrichtung liegt? Kenter­übungen und Rettungs­manöver vervoll­stän­digten die praktische Ausbildung, die eingebunden in den theore­tischen Hintergrund.

In der Theorie wurden die Ausweich­regeln für Segelboote, für Sportboote untereinander und das Verhalten gegenüber der Berufs­schifffahrt erklärt und in der Praxis erprobt.

Die seemän­nischen Knoten wurden mit Erfolg geknüpft und immer wieder angewendet.

Die Einfürung in das Regatta­segeln wurde mit einer kurzen Abschluss­regatta vervoll­ständigt.

Während der Mittags­pausen begeisteret unser Koch die Kinder mit begehrten und bewährten Lieblings­speisen.

Alle Kinder haben die Prüfungs­an­for­de­rungen erfüllt und glücklich und stolz den  Jüngsten­se­gel­schein erhalten.

Die Opti-Minis im Ruhrland sind looos

… Chaos, Gekreische und ganz viel Spaß!

Im Sommer hat eine Initiative von Niels Jagsch und Andreas Grosz zu einer Neuauflage der Segelaus­bildung mit den Optimis­ten­booten des Clubs geführt. Angesprochen waren die allerjüngsten Sprösslinge von Mitgliedern, Eltern oder Großeltern. Ein halbes Dutzend etwa konnte gewonnen werden, die mehr oder weniger regelmäßig die Jüngsten zum Samstag­nach­mit­tag­training begleiteten. Ideen gab es viele. Die Opti-Minis – so hieß die neue Gruppe fortan - sollten vor allem spielerisch an die Materie herangeführt werden, ohne Trainings­stress, aber mit viel Spaß. Einzige Voraus­setzung: schwimmen können; ein unverzichtbares Muss! War ich froh, als mein Enkel Jannes endlich sein Seepferdchen geschafft hatte, erst in den Sommer­ferien. Sein Spruch zu diesem sportlichen Erfolg: „Opa, ich werde jetzt Rettungs­schwimmer“. Ja nee, is klar.

Der Club hat den Trainer Merlin vom Stadtsportbund für das angedachte Kinder­training / Schnup­per­segeln verpflichten können und damit ein glückliches Händchen bewiesen. Merlin war und ist für die “Minis“ genau der Richtige. Es war auffällig, wie sehr sie sich bei ihm wohlfühlten und ohne jede Angst ihm aufs Wasser folgten. Besonders gut angekommen ist, dass die Kinder von vornherein immer das gleiche Boot nutzen konnten. Ein Umstand, der durch die geringe Größe der Gruppe begünstigt war, denn zunächst wurde zu zweit im Opti gesegelt . Dadurch entstand schnell bei den Kindern ein hoher Identi­fi­zie­rungsgrad mit “ihrem Boot“, mit “ihrem Segeltraining“. Das hat sicherlich dazu beigetragen, dass stets eine Bomben­stimmung im wahrsten Sinne des Wortes herrschte, denn leise war es selten. Mal gab es Eis als Erfolgs­honorar, mal ein besonderes T-Shirt und bei der Verabschiedung war wirklich kein Hörgerät erforderlich. Dazu kommt, dass zumeist ein Superwetter herrschte, wenn für die Minis Segeln angesagt war. Erste Freund­schaften wurden geschlossen. Was will man als Eltern / Großeltern mehr? An den wenigen Trainingstagen haben die Kinder tatsächlich schon gelernt, mit dem Opti allein­ver­ant­wortlich umzugehen, sowohl an Land gemeinsam, als auch auf dem Wasser alleine oder als Crew. Das ist toll zu beobachten gewesen, aber auch beachtlich, finde ich.

Fazit: Die Aktion drängt auf Fortsetzung in 2017! Erste Kontakte mit dem Vorstand lassen da hoffen und die Kids sind wild entschlossen, ihr Chaos in der nächsten Saison fortzu­setzen. Also, liebe Ruhrländer, zieht Euch warm an, die Minis kommen wieder!!!

Dank an die Initiatoren Niels und Andreas für ihre Mühen und die Koordi­nation. Dank an Merlin, der mit Engels­geduld Ruhe, Ordnung und Kenntnis in die wilde Truppe gebracht hat und sich dabei noch die Sympathie der Sandkas­ten­rocker erworben hat. Dank an den Vorstand des YCRE, der die organi­sa­to­rischen und finanziellen Grundlagen geschaffen hat.

Michael Röhrig im Dezember 2016
der Opa von „Jolly Jumper“, ach nein von Jannes mit „Jolly Jumper“

Ruhrau-Cup 2016

Nunmehr schon um zweiten Mal richtete der Yachtclub Ruhrland Essen e.V. am 21.05.2016 - 22.05.2016 den Ruhrau-Cup aus. Gemeldet waren 7 Opti-B und 12 Opti-C, die sich alle auf ein spannendes Regatta Wochenende freuten. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Jugendwart des Clubs, Lothar Ständeke, gab es eine schnelle Steuer­manns­be­sprechung. Bevor es jedoch losging, nutzen alle nochmal die Möglichkeit, sich am reichhaltigen Kuchen und am leckereien Buffet zu bedienen. An dieser Stelle möchten wir uns noch mal bei Birgit Padoan, stellver­tretend für das Team der Spender und Helfer, bedanken.

Der erste Start, welcher um 13:30 Uhr stattfinden sollte, musste jedoch um fast eine Stunde verschoben werden, weil der Wind quer über dem See stand und es somit nicht möglich war, eine vernünftige Bahn zu legen. Als der Wind dann aber etwas drehte und alle Segler die Pause in der Sonne genossen hatten, ging es auch gleich mit der ersten Wettfahrt auf einer kurzen Bahn mit fünf Runden los.

Nachdem diese beendet war, zogen wir noch einmal zusammen weiter in die Mitte des Sees, um dort noch zwei weitere Rennen zu segeln. So schafften wir es bereits am ersten Tag die drei benötigten Läufe zu fahren und konnten uns bei einem gemütlichen Grillabend im Club entspannen. Die für den nächsten Tag bereits früh angekün­digten Gewitter ließen den ersten Tag zwar etwas länger werden, aber nicht minder schön.

Am Sonntag ging es dann um 10:30 Uhr erneut aufs Wasser und wir hatten die Möglichkeit, auch die letzte Wettfahrt bei besten Bedingungen zu segeln. Anschließend gab es im Club noch ein gemeinsames Nudelessen. Für die Sieger gab es gläserne Segel als Preis, über die sich alle sehr gefreut haben. Aber wie immer gab es auch für alle einen schönen Erinne­rungspreis.

Ganz besonders möchte ich mich bei meinem Team bedanken, das komplett aus den Jugend­ab­tei­lungen der Clubs am See kam.

Mit besten Grüßen Euer

Alex Bösken

Neues vom Club-420er „RuhrRacer“

Nach der Teilnahme an der Kieler Woche 2015 hatte ich das Problem, dass meine Vorschoterin Anna zu einem Auslandsjahr nach Australien fuhr und ich alleine mit dem 420er dastand. Dieses Jahr ist nun auch bald herum, aber bis dahin muss ich mir immer wieder einen neuen Mitsegler suchen.

In Herbst­ferien ging es nach Heiligenhafen zur Nautic Young Stars, einer Dickschif­fregatta nur für Jugendcrews. Über 50 Jugend­riegen von Vereinen aus ganz Deutschland haben teilge­nommen. Unser Boot war als erstes über der Ziellinie, nach berechneter Zeit waren wir nur noch auf Platz 5, aber dennoch mit dem Erreichten sehr zufrieden.

Zurück zum RuhrRacer: Hatte ich mal einen Vorschoter, fiel die Regatta aus (Bruchpokal in Krefeld ) oder wir standen zusammen an Land und haben auf Wind gewartet (Römer-Regatta, Xanten). Bei der letzten Regatta des Jahres zwang uns ein undichter Troko in Verbindung mit den niedrigen Luft- und Wasser­tem­peratur zur Aufgabe, so dass bei der Nikolaus­regatta 2015 nur ein 17. Platz bei 21 Teilnehmern für uns übrig blieb. Der erste Platz ging an das Team Jan Borbet / Svenja Schewe.

2016 konnte nur besser werden, aber erst mal gab es eine böse Überra­schung: Zwischen Deck und Rumpf hat sich ein langer Riss aufgetan! Dank der schnellen Hilfe von Jens Liebheim war das Boot rechtzeitig zur Auftakt­regatta wieder segelklar und so konnte ich zusammen mit Dennis Wipprecht nach 2 Schwach­wind­läufen den dritten Platz punktgleich mit Platz 2 belegen. Sieger der Regatta wurde Tom Block mit seiner Schwester Yannika, die für den ETUF starten.

Nach dem Gardasee­training in den Osterferien ging es letzte Woche an den Biggesee zum Westfa­lenpreis der 420er. Wieder kaum Wind, so konnte nur ein Lauf durchgeführt werden. Mit etwas Glück und Finger­spit­zen­gefühl gelang  hier zusammen mit Tina Seitz als Vorschoterin ein 4. Platz von 16 gestarteten Booten. Gewinnen konnten diese Wettfahrt die Brüder Philipp und Jonas Royla (SKBUE).

Für die neue Saison wünsche ich uns allen einen Guten Wind

Viel Erfolg auf den Regatten und

Wenig Elodea im See!

Euer Thilo