Yachtclub Ruhrland Essen e.V.

Regatt­a­be­richte 2016

IDM H-Boote: eine windige Angele­genheit

IDM H-Boot 2016

Eine gute Wahl, was den nötigen Wind betraf. Denn davon gab’s reichlich, an einigenTagen für manchen schon etwas zuviel.

Doch zunächst einige Worte über die Landor­ga­ni­sation.

Ausrichter war in diesem Jahr der Yachtclub Ruhrland Essen e.V., der jedoch anstelle seines Heimat­reviers Baldeneysee das deutlich anspruch­vollere auswärtige Ijsselmeer ausgewählt hatte.

Das Orga-Team um unseren Vorsit­zenden Hans-Walter Fink, bestehend aus Johann Wiegers (Kran und Bier-Ausschank), H.E. Wülfing, Helmut von Hagen (Assistenz Vermessung), Marion und Friedrich Haase (Fotos) sowie Beatrix Wülfing und Jutta Fink (Regattabüro), hat die Meister­schaft bei einer Beteiligung von 29 Booten souverän durchgeführt.

Die Regattaleitung war in die bewährten Hände der Profi-Wettfahrt­leitung von K.Z.&R.V. Hollandia gelegt worden, die mit großer Routine alle Wettfahrten durchzog!

Das Ein– und Auskranen wurde reibungslos und zügig von Johann geleitet. Die Vermessung der 29 Boote erfolgte am Anreise- und ersten Wettfahrttag durch einen lizensierten nieder­län­dischen Vermesser, unterstützt von H.E. und Helmut.

Am Donners­tag­mittag eröffnete Hans-Walter die Veranstaltung im Regatta-Center mit herzlicher Begrüßung der Teilnehmer und stellte den Wettfahrt­leiter John Borsboom sowie den Schieds­ge­richts­obmann Rüdiger Schuchardt vor.

YCRE: IDM H-Boot Medemblick

Schon in der ersten Wettfahrt entwickelte sich ein spannender Fight zwischen dem Titelver­teidiger Lars Bähr vom Tegeler Segel-Club (TSC) und dem ehemaligen Weltmeister und mehrfachen Vize-Weltmeister Hans Peulen von der Roermondse Roei- en Zeilver­eniging Maas en Roer (M&R). Bähr konnte einen Vorsprung von rund 100 Metern heraus­fahren, doch auf der Kreuz holte Peulen wieder auf. Bähr verteidigte seinen Vorsprung vor dem Wind und durch geschicktes Taktieren und ging als erster vor Peulen über die Ziellinie. Auf dem dritten Platz folgte Hans-Walter Fink, der nicht nur organi­sa­torisch bei dieser Meister­schaft das Ruder fest in der Hand hatte, sondern es sich auch nicht nehmen ließ, mit seiner Ruhrland-Crew Alex Bösken und Martin Jahrmarkt an allen Wettfahrten teilzu­nehmen. 

Bei der zweiten Wettfahrt traten andere Teilnehmer ins Rampenlicht. Sieger wurde Christoph Zander vom Essener Turn- und Fechtclub (ETUF). Ihm folgte auf dem zweiten Platz der Westdeutsche Meister Gerhard Miethe vom Segelsportclub Rursee (SSCR). Den dritten Platz errang Erich Offermanns vom Aachener Bootsclub Rursee (ABC). Den dritten Lauf beschloss Knut Viehweger vom Yachtclub Lörick (YCL) als Sieger. Ihm folgten Lars Bähr (TSC) auf dem zweiten und Thilo Beuster von der Segler­ge­mein­schaft Scharmüt­zelsee (SGS) auf dem dritten Platz.

Am zweiten Wettkampftag hatte der Wind noch weiter aufgefrischt. Vereinzelte Steuerleute und Vorschoter fühlten sich nicht sicher genug und bleiben an Land. Die drei Wettfahrten des Freitag machten Lars Bähr (TSC), Hans Peulen (M&R) und Knut Viehweger unter sich aus. Dabei ersegelte Bähr zwei Siege und einen zweiten Platz. Peulen verbuchte einen Sieg, eine zweiten und einen dritten Platz. Knut Viehweger erreichte zwei dritte und einen zweiten Platz. Außerdem bewies Viehweger, dass er nicht nur ein guter Segler, sondern auch ein bemerkens­werter Sports- und Seemann ist. Als auf einem Spikurs von einem voraus­fah­renden Boot der Vorschoter über Bord ging, wurde mal eben der Spi geborgen und der Mann quasi im Vorbei­fahren mit kurz killenden Segeln an Bord genommen. Selbst­ver­ständlich quittierte das Schieds­gericht dieses sportlich faire Verhalten mit der notwendigen Wieder­gut­machung.

Die beiden letzten Läufe der IDM wurden am Samstag gesegelt. Auch wenn Bähr, Peulen und Viehweger das Geschehen am Freitag dominierten, so gelangten am letzten Wettkampftag auch andere Teilnehmer noch zu Ehren. Philipp Ulherr vom Chiemsee Yachtclub (CYC) gewann die insgesamt siebte Wettfahrt vor Andreas Kunze vom Münchner Yacht Club (MYC) und Lars Bähr (TSC). Die abschließende achte Wettfahrt gewann Lars Bähr (TSC) vor Philipp Ullherr (CYC) und Hans Peulen (M&R).

YCRE: IDM H-Boot Medemblick : Deutscher Meister

Gesamt­sieger der Interna­tionalen Deutschen Meister­schaft der H-Boote wurde Lars Bähr (TSC). Mit seiner erfolg­reichen Titelver­tei­digung wurde er nach 2014 und 2015 zum dritten Mal in Folge deutscher Meister der H-Boote. Auf dem zweiten Platz der Gesamt­wertung folgt Hans Peulen (M&R) vor Knut Viehweger (YCL) auf einem hervor­ra­genden dritten Platz. Hans-Walter Fink belegte den 15. Und Michael Röhrig den 23. Platz.

Die vollständige Ergebnisliste findet ihr unter Ergebnisse IDM

Erfreulich war, daß es nur insgesamt 2 Proteste und einen Antrag auf Wieder­gut­machung (Rettungs­aktion Knut Viehweger) gab. Das zeigte, daß in der H-Boot Klasse auf hohem Niveau sportlich und fair gesegelt wurde.

Nach den Wettfahrten gab’s täglich Freibier, zünftig und rustikal ausgeschenkt am Campingwagen von Johann am Regatta­center. Unter dem Vordach standen die Segler noch lange, zuweilen bei Regen, zusammen und diskutierten ausgiebig die Erlebnisse des vergangenen Regattatages.

Zum Wetter: Wie schon die Überschrift sagt, gab es reichlich, um nicht zu sagen sehr viel Wind mit Stärken überwiegend zwischen 4 bis 6 Bft, natürlich in Boen auch ‘mal mehr! Und dabei bis zu drei Wettfahrten am Tag!

Das ließ an den Starkwindtagen einige Mannschaften sogar abbrechen bzw. gar nicht erst auslaufen. Zweimal gingen dann auch noch eine Vorschoterin und ein Vorschoter über Bord, konnten aber vom eigenen oder von dem nachfol­genden Boot von Knut Viehweger aufgenommen werden. Für sein lobens­wertes Verhalten bekam er von der Jury selbst­ver­ständlich eine Wieder­gut­machung, schließlich hatte er durch sein Rettungs­manöver etliche Plätze verloren.

YCRE: IDM H-Boot Medemblick : BBQ Abend

Am Abend des ersten Wettfahrttages gab es ein sehr leckeres Grill-Büffet im speziellen BBQ-Bereich des Restaurant im Regatta­center. Die hungrigen Segler waren gerade dabei, sich die Köstlich­keiten vom Grill einzuver­leiben, als ein Alarm sie aufschreckte. Was war passiert? Im überdachten Bereich hatte ein Rauchmelder Alarm ausgelöst, weil der Grillmaster wohl zuviel Rauch erzeugt hatte, aber die Sirene wurde schnell abgestellt und der Abend konnte entspannt bei reichlich Flüssig­keits­zufuhr spät ausklingen.

Der zweite Wettfahrtabend war ausgefüllt mit der Hauptver­sammlung der deutschen H-Boot Klassen­ver­ei­nigung, die ebenfalls im Regatta­center abgehalten wurde und traditionell während der IDM stattfindet. Darüber wird noch an anderer Stelle berichtet.Den Höhepunkt der IDM bildet wie immer der Galaabend. Da alle 8 Wettfahrten bereits absolviert waren, konnte der Sonntag als Reservetag entfallen und somit die Gala am Samstagabend von den Teilnehmern ganz entspannt genossen werden.

YCRE: IDM H-Boot Medemblick : Dinner

Ort der Gala war das Restaurant im Hotel Medemblik, wo ein sehr schönes Saal-Ambiente auf die Gäste wartete. Die langen Tische waren festlich eingedeckt und es entwickelte sich schnell eine erwartungsfrohe, lockere Stimmung.

Hans-Walter als Veranstal­tungs­leiter eröffnete die Gala zunächst mit wenigen Worten als Begrüßung und wies darauf hin, das der Veranstalter sehr wohl bedacht hatte, daß später noch das Viertelfinal-Fussballspiel der EM zwischen Deutschland und Italien stattfinden würde und deshalb der passende Zeitrahmen geplant war. Nach mehreren Gängen des sehr wohl schmeckenden Menüs, das von den freund­lichen Bedienungen zusammen mit laufend nachge­schenkten Getränken serviert wurde und dem Hauptgang vom Büffet begann Hans-Walter mit der Preisver­teilung. Vorab dankte er den Helfern, die ihn während der Tage der Meister­schaft unterstützt hatten.

YCRE: IDM H-Boot Medemblick : Deutscher Meister

Auf dem “Treppchen” stand schließlich als neuer deutscher Meister wie schon 2014 und 2015 zum dritten Mal in Folge die Mannschaft von GER 1456 mit Steuermann Lars Bähr, ein toller Erfolg! Zweiter wurde NED 90 mit dem mehrfachen Weltmeister Hans Peulen und Dritter GER 1667, das Boot von Knut Viehweger.

Ehrenpreise wurden an die weiteren Boot bis Platz 10 verliehen.

Zusätzlich gab es noch Sonder­preise, u.a. für das Boot NED 77 unter Jeroen Happe, der alle Wettfahrten beendete und –wie Hans-Walter launig anmerkte- das gesamte Feld “immer vor sich hertrieb”! Einen Sonder­prteis erhielt auch Knut Viehweger für seine spontane Rettungs­aktion des Vorschoters vom voraus­se­gelnden Boot, ohne an seine Platzierung gedacht zu haben.

Nach dem Dessert beendete Hans-Walter die Gala und damit auch die gesamte Veranstaltung und verabschiedete die Teilnehmer.

Das pünktliche Ende führte zum Run zurück zum Regatta­center, wo im BBQ-Bereich auf einer großen Leinwand die TV-Übertragung des EM-Spiels Deutschland – Italien gezeigt wurde. Die Stimmung war sehr ausgelassen, das Spiel mit dem Elfmeter­schießen ein echter Fußballkrimi.

Das Deutschland schließlich gewonnen hat, rundete die erfolg­reiche Durchführrung der IDM passend ab.

Für viele Teilnehmer waren der starke Wind und das Segeln mit der Ijsselmeer-typischen kurzen Welle eine besondere Heraus­for­derung. Ein Starkwindtrimm des Rigg und ein ständiges Nachtrimmen der Segel trug unter den gegebenen Voraus­set­zungen wesentlich zum Erfolg bei. Teilweise waren die Segel oben und unten unterschiedlich zu trimmen. Natürlich konnte man die Wellen durch geschicktes Aussteuern in entschei­denden Momenten auch nutzen, um zusätz­lichen Vortrieb zu erreichen und so einige Meter Vorsprung zu gewinnen.

Das Leistungs­niveau der teilneh­menden Segler wies keine großen Unterschiede auf. Sowohl in der Spitzen­gruppe, als auch im Mittelfeld wurde sehr dicht gegeneinander gesegelt. Bis zum Zieleinlauf waren jederzeit Positi­ons­wechsel möglich. Einhellig lobten die Teilnehmer neben der perfekten Landor­ga­ni­sation die gut ausgelegte Regattabahn rund einen Kilometer vor Medemblik.

H.E. Wülfing

Interna­tionale Deutsche Meister­schaft in Medemblik

Von unserem Club nehmen teil: Michael Röhrig und Hans-Walter Fink zusammen mit Alex Bösken und Aaron Berger. Als Helfer sind ab Dienstag vor Ort: Johann Wiegers zusammen mit Dagmar, H.E Wülfing zusammen mit Beatrix und Helmut van Hagen. Ergebnisse findet ihr ab Donnerstag unter www.manage2sail. Insgesamt haben 29 H-Boote gemeldet.

The ever first SSL City Grand Slam in Hamburg

Es ist ein langweiliger Tag im Januar, ich bin auf dem Weg zum Arlberg, um ein paar Tage Ski zu fahren. Glückli­cherweise sitze ich auf dem Beifah­rersitz , denn mein Sohn fährt seit Stuttgart.

Ich checke meine Mails und entdecke die kurze Info von Marco Hasche „ geht los“

Schnell auf die starsailors-Seite und eben angemeldet. Als 9. checke ich ein. Danach traue ich meinen Augen nicht. Binnen 24 Stunden sind die 70 voll. Aufnahme-Stop.

Am Starbootabend in Düsseldorf erzählt Olaf Richter von den Facts des Events. Ich begreife so langsam was da passiert. Annette, wir brauchen noch ein Quartier. Das erste Hotel, dass wir spontan ansprechen, nee, ausgebucht. Meine Jungs hatten mir doch was von AIRBNB erzählt. Da muss ich mal reinschauen. Ich werde fündig, eine Jugend­stilvilla in Uhlenhorst. Das ist doch mal was - noch in der Nacht buche ich.

Die Vorfreude wird immer größer. Die Meldeliste ist das who is who des interna­tionalen Segelsportes. Immer wieder wird man gefragt, sehen wir uns in Hamburg ?

Der 30. April 2016 ist gekommen. Matthias und ich trudeln so gegen Mittag beim NRV rein. Wir sind extra früh, denn 100 Boote über den kleinen Steg… - vor dem Club gibt’s keine Parkplätze, wie soll das gehen. Wo sollen die ganzen Trailer hin. Aber es geht. Unser Boot steht gut geparkt und der Bus wird da wohl auch nicht gleich abgeschleppt. Strömender Regen, aber im Clubhaus treffen wir gleich ein paar bekannte Gesichter. Ein Platz wird auch grad frei und der Tafelspitz lässt auch nicht lange auf sich warten. Bei einem Glas Weizen fühlen wir uns richtig wohl.

Nun geht’s zum Quartier, 15 Minuten zufuss. Die Gastgeberin heißt uns sehr freundlich willkommen und die Wohnung ist noch schöner als im Internet beschrieben. Bäcker, Edeka, Bushal­te­stelle, alles um die Ecke. Wir klatschen ab, denn die Wahl war richtig.

Nachmittags ist der Mast schnell gestellt und das Boot liegt direkt vor der Toilette. Auch nicht schlecht, wenn man schon über 60 ist Jahre alt ist.

Abends geht’s nach St.Georg, der einzig freie Abend. Am nächsten Tag gibt es so manches noch zu erledigen und Annette kommt angereist. Welchen Luxus habe ich, mit 2 Vorschotern dabei. Bei dem Thema Wiegen wird es bizarr. Ich erkläre meinen geplanten Vorschot­er­wechsel am Dienstag und Matthias wird auch gewogen. Wir diskutieren noch, ob wir nicht zu dritt segeln können, aber das scheitert dann an ein paar Kilo. Annette und ich stellen nicht nur die einzige gemischte Mannschaft, sondern wir sind sicherlich mit Abstand die leichteste. Das ist dann aber auch alles an Vermessung. Kein Segelschleppen, oder Suche nach Schleppleine, Hängeweste usw. Es ist eben eine Fun-Regatta. Naja Fun ist gut, es geht um 100.000 Schweizer Franken.

Am Samstag wird der Blazer zum ersten mal ausgepackt. Es geht per Alster­dampfer zum Rathaus. Führung und anschließend Empfang. Ein Imposantes Gebäude. Die hansea­tische Tradition und Vornehm­lichkeit ist hier präsent. Die Sonne genießen wir zum ersten Mal im Straßencafe.

Am Dienstag früh ist es so weit. Blaue Gruppe, das heißt der erste Start ist um 10.00 Uhr. Das heißt 7:00 Uhr aufstehen. Schlechtes Wetter, böiger Wind aus wechselnden Richtungen, aber egal. 30 Boote auf einer kurzen Startlinie, das wird eng. Doch auf einmal ich traue meinen Augen nicht, alle Boot sind am Startschiff, nur wir allen am Pin-End. Ich kann es kaum glauben, wir haben Platz, viel Platz. Wir nehmen noch Fahrt auf und schießen bei 0 über die Linie. Ich weiß, dass die rechte Seite besser ist, aber jetzt haben wir erstmal freien Wind. Später sehen wir im Internet, der Reporter überschlägt sich fast: What a marvellous Start from Hannemann/Dahms at the Pin-End.

Na, nach 3 Minuten müssen wir mal nach rechts, wenn nicht jetzt, dann kann es an der Luv-Tonne sehr eng werden. Wir passieren 2 bis 3 Boote am Heck, besser nach rechts als zu spät sein. Oben sind wir 7. Na, das ist doch mal was. Zur Ausglei­chertonne und dann geht es auf der Vorwindgang. Zuerst fahre ich ein Stück weiter, ich will nicht, dass alle folgenden über uns drüber fahren. Dann sieht die rechte Seite nicht so gut aus, wir schifften. Nun kommt sicherlich die bitterste Stunde, rechts und links fahren sie an uns vorbei. Die Mitte ist eben Käse. Ruckzuck finden wir uns am Ende des Feldes wieder. Na, da ist noch Potential drin, das war noch nichts. Traumstart und dann die Ernüch­terung. Naja, dieser 28. Platz sollte unser Streicher werden.

Im 2. Und 3. Start finden wir kaum Platz an der Linie und haben auch zu großen Respekt vor den großen Namen. Wir kommen im Feld aber besser zurecht und segeln auf einen 20. Und 25. Platz. Matthias ist aber zufrieden. Die Hambur­greise ist für ihn schon zuende und es geht um 19:46 mit dem IC nach Düsseldorf. Mittwoch ist UNI.

Mittwoch ist Annette dran. Der Wind hat nachge­lassen und es scheint die Sonne. Also keine Nachteile für uns. Die beiden Starts sind durchwachsen, aber an der Luv-Tonne ist es nicht mehr ganz so eng und wir bekommen auch mal freien Wind. 14. Und 15. Platz, das ist doch mal was.

Abends steht noch mal Auslaufen auf dem Programm. Alle Boote raus und an eine Startlinie. Das Wetter ist ein Traum, nur der Wind spielt nicht mit, Flaute, nur Paddeln. Aber das Foto von fast 100 Starbooten ist im Kasten. Anschließend geht es zur Party im Blankeneser Segelclub.

Bei dieser Gelegenheit übergeben wir als Essener Flotte ein Gastge­schenk an die ausrichtende Flotte, in dem Fall vertreten durch Olaf Richter. Es gibt eine Grubenlampe aus dem Ruhrgebiet. Historie, Tradition und Werthal­tigkeit sind die gemeinsamen Werte von Starboot und Grubenlampe. Tradition verbindet beide Flotten, wie auch Laeisz und Lüer-Preis.

Am Donnerstag ist der letzte Segeltag der Qualli-Segler. Nur ein Lauf steht noch aus. Wieder erste Gruppe, aber erst um 12:00 Uhr am Start. Klaus Lahme, ein wirklicher Profi als Wettfahrt­leiter ( Er startet 26 Läufe an 5 Tagen !!!) schickt uns aber erst mal wieder rein, ihm passt die Windrichtung noch nicht. Um 15:00 Uhr geht’s wieder an den Start.

Die ganze Gruppe orientiert sich Richtung Pin-End. Wir bleiben oben. Frank Schönfeld startet am Startschiff auf Steuerbord nach rechts, wir legen uns direkt darüber. Wenn der hier nicht Bescheid weiß, dann keiner. Sieht gut aus, aber Gesamt­rückruf. Schade.

Versuch. Nun wollen wir mal mit den Großen kacken. Am Pin-End mit Xavier Rohart, Diego Negri usw. Wir kommen ganz gut raus und mischen mit. Die Winddreher sind wie auf der Banane zuhause. Das kennen wir. Der Wind teilweise sehr dünn – Schoten auf - laufen­lassen. Annette muss alles geben. Raus, rein, nach Lee, wieder hoch und rum. Auf den Vorwind­strecken wird es grausam, mit frischem Wind kommt von hinten ein ganzer Pulk. Ich schau gar nicht hin. Es ist nicht zu fassen, das muss man doch abschießen. Nix da. Klaus Lahme lässt durch laufen, wir sind ja schließlich auf der Alster und nicht in Kiel. Auf der letzten Kreuz fahren wir nach links raus. Wir bekommen gute Höhe und steuern fast auf die Ablauftonne zu. Freier Wind. Plötzlich ein Linksdreher. Wir legen um und haben alle im Griff, die Vorwind über uns drüber gebraten sind. Ich hör mich noch sagen, das war unsere Bö. Auf dem letzten Vorwinder müssen wir zwar kämpfen aber lassen nichts mehr anbrennen. Da muss sich das Leicht­gewicht auch mal auszahlen.
Ich muss gestehen, ich habe den Überblick verloren, wo wir liegen, aber ich registriere, dass nach uns noch einige ins Ziel fahren. Nun ist aber auch schon die 2. Gruppe da. Der See ist voller Starboote. Am schwarzen Brett kommt dann die Genugtuung. 11. Platz. Das ist doch mal ein Abschluss. Wir werden 61. Von 86 Schiffen in einem Weltklas­sefeld.

Ab jetzt sind wir Urlauber, Zuschauer, Genießer. Die Nixdorf-Vereinigung gestaltet diesen Abend. Es soll an der Bar sehr spät gewesen sein. Unsere Gesprächs­partner waren nicht mehr so gut zu verstehen J

Am Freitag segeln die besten 30 das Viertel­finale aus. 4 Läufe bei sattem Wind, da gibt es auch ein bischen Bruch und der ein oder anderen sagt, dass ist nichts mehr für mich.

Diego Negri qualifiziert sich als Erster direkt für das Finale und der Pole Kusznie­rewicz für das Halbfinale . Die nächsten 8 für das Viertel­finale.

Die Finalrennen schauen wir von der oberen Terrasse des NRV, teils direkt und teils über Internet am Bildschirm. Leider ist keine deutsche Mannschaft mehr dabei. Unser Flotten­mitglied Jojo Polgar ist im Ziel nur ca. 1 Sekunde an Melleby gescheitert.

Das Finalrennen solltet ihr euch im Internet anschauen. Beim Zieleinlauf vor dem Clubhaus stehen wir alle auf der Mole und empfangen die Gewinner mit tosendem Beifall.

Jetzt hätte ich fast den Festabend im Atlantik vergessen und das Price Giving im maritimen Museum. Ein Highlight löste das nächste ab. Es war ein unbeschreiblich schönes Event unter Freunden.

Uwe Hannemann, Flotten­kapitän Starboote

Folkeboot-Training an den Pfingsttagen

Frühjahrs­wett­fahrten Baldeneysee

Frühjahrs­wett­fahrten Baldeneysee

Den folgenden Bericht über die  die Frühjahrs­wett­fahrten der Drachen hat uns Flotten­kapitän christian Zinkler (GER 975) zur Verfügung gestellt: Frühjahrs­wett­fahrten der Drachen