Yachtclub Ruhrland Essen e.V.

Regatt­a­be­richte 2015

Meister­schaft der Flotte Rheinland – exklusiv interna­tional …

YCRE: Flottenmeisterschaft Drachen

Interna­tional, dank der treuen Teilnahme unserer belgischen Freunde (BEL 80, BEL 82, BEL 66). Profes­sionell, dank der starken Wettfahrt­leitung des gastge­benden YCRE. Sportlich relevant, da bei anständigen Verhält­nissen fünf Wettfahrten durchgeführt werden konnten und die Konkurrenz sich aus Teilnehmern interna­tionaler Groß-Regatten zusammen­setzte. Modisch exklusiv, als die neuen Flotten-T-Shirts allgemein großen Anklang fanden. Kulinarisch korrekt ..., so könnte man fortfahren um das allgemeine Vergnügen an diesem Wochenende zu beschreiben.

YCRE: Flottenmeisterschaft Drachen

Treppchen:

  1. WAYOUT (BEL 80) mit Ben van Cauwenbergh/ Nadja Deferm/ Steven Vermeire
    Ben findet zu alter Souveränität zurück. Wem ist schon der Luxus vergönnt, bei fünf Wettfahrten einen 2. Platz als schlechtestes Ergebnis zu streichen!
  2. SPASS (GER 1096) mit Uwe Lätzsch/ Hermann Blum/ Tobias Bartels
    Uwe bestätigt seine Topform in dieser Saison. Begonnen hatte er schon mit einem Sieg zum Mailüftchen im Frühjahr.
  3. JAN PETER LASSEN (GER 975) mit Christian Zinkler/ Hans-Michael Müller/ Stephanie Maus
    Was soll ich sagen, ein Vergnügen eben!

Das Gesamt­er­gebnis findet sich unter www.wfg-baldeneysee.org.

Mit dieser gelungenen Meister­schaft stellt die Flotte Rheinland nachhaltig ihre Dynamik unter Beweis. Wir freuen uns schon jetzt auf den regatta­tech­nischen Saison­ab­schluß mit den ‚letzten Pötten‘ des SCN am 10. und 11.10. und die kommende Saison 2016. Der Baldeneysee und das Rheinland sind eine Reise wert!

Liebe Grüße,

Euer Christian
GER 975, Jan Peter Lassen
Flotten­kapitän Rheinland

Klassiker Rendezvous 2015

Klassiker Rendevouz: Hans Baumann vom YCRE gewinnt.

Hans Baumann gewann in einem Feld von 23 Teilnehmern auf seiner O-Jolle nach 2 Läufen die Regatta, 3. wurde Ric Stiens mit seiner Crew auf seinem Drachen GER 436, 6. wurde Gerd Müller-van-Issem.

Ostende 2015 – belgisches Sommer-Drachen-Segeln

Ostende 2015 – Belgisches Sommer-Drachen-Segeln

Entsprechend wurde das Engagement der Mannschaften des YCRE, Hans-Walter (GER972) und Christian (GER975) begrüßt, die zum Brugse Zot Cup und zur Belgian Open die Heraus­for­de­rungen der belgischen Nordsee annahmen. Ben (BEL80), in seiner Doppelrolle, natürlich immer dabei.

Brugse Zot Cup, 01.+02.08.2015

13 Teilnehmer aus BEL, GBR, NED und GER, fasst wie am Baldeneysee. Vermeintlich bekannt gestaltet sich das Wetter mit durchwegs blauem Himmel und leichten Winden. Lediglich die gezeiten­be­dingte Strömung fügt ein weiteres durchaus interes­santes Element hinzu, das dem Heraus­for­de­rungen suchenden Regatta­segler neue Kreativität abverlangt. Alles halb so wild, wenn man den ‚Locals‘ zuhört und mit dem Regattaleiter vorher parliert. Das Wasser ist salzig.1. BEL80, Wayout, Ben van Cauwenbergh (wer sonst )2. BEL79, Princess Sofie, Alex Helsen3. BEL83, Cogito, Stephan Rahier (kennen wir aus Essen)10. GER975, Jan Peter Lassen, Christian Zinkler (Strömung – first lessons learned)

Die Crew Hans-Walter Fink.

Open Belgian Champi­onship, 07.-09.08.2015

24 Mannschaften aus BEL, GBR, NED und GER. Das hochrangige Teilneh­merfeld, bestehend aus Olympia­teil­nehmern, amtierenden Meistern, Präsidenten und Flotten­ka­pitänen, wechselt mit dem Wochenende vom entspannten Clubsegeln zum seriösen Champions Wettkampf.Das Wetter ist weiterhin sommerlich. Freitag, wie gehabt leicht­windig; Samstag etwas mehr 3-4 Bft und eine schöne große Welle; Sonntag wieder die sehr leichte Seebriese. Herrliche Bedingungen, die drei Wettfahrten am Samstag mit An- und Abreise erforderten meisterliche neun Stunden auf dem Wasser. Alles gut, dank Pontoon-Bier.

Die Crew Ben van Cauwenbergh.

1. GBR788, Quicksilver VI, Robert Campbell (unschlagbar schnell bei Wind und Welle)
2. BEL80, Wayout, Ben van Cauwenbergh (ehrenvoller Zweiter, schnellste Belgier!)
3. BE79, , Princess Sofie, Alex Helsen
16. GER975, Jan Peter Lassen, Christian Zinkler
17. GER972, Challenge, Hans-Walter Fink, Alex Bösken, André Bedenbecker

Ostende Brugse Zot Cup und Open Belgian Champi­onship sind eine Reise wert!

Vielen Dank an die organi­sierende BDA und den RNSYC. 2016 (13.-16.08.) kommen wir mit der gesamten Flotte.

Christian Zinkler­Flot­ten­kapitän Rheinland und Vertreter Nord im DDG, GER 975, Jan Peter Lassen

Mehr unter www.rnsyc.be, oder facebook BDA.

Wolfgangsee: Sieg für den Samtkragen

Im österrei­chischen Salzkam­mergut konnte sich ein deutsches Team nach sieben Wettfahrten über den Gesamtsieg freuen: "Der 'Samtkragen' hat wirklich gezeigt, wie schnell er ist: zwei Start-Ziel-Siege (1. ab der Luvmarke ) und immer die besten Plätze im Ziel sprechen für sich... Und mit der Crew Klaus und Katrin Mehl vom Segelclub Rheingau (SCR) lief es wie am Schnürchen", so ein glücklicher Gerd Müller-van Ißem am 27. Juli. Bemerkenswert: 24 Holzdrachen waren am Start - ein Melderekord für den engagierten Veranstalter.

Der 2. Platz ging mit 21 Punkten an das Team ITA 22 von Susanna Giudi und über den 3. Platz konnte sich unser Vorstands­mitglied Christian Hemmerich (DTYC; 22 P.) mit seiner gemischten Mannschaft freuen.

http://www.uyc-wolfgangsee.at/index.php/regatten-aktuell/regatten-2015/dragon­classic2015/ergebnis-3rd-deloitte-dragon-classics

Hier der Bericht von Gerd:

Ein Drachenfest der besonderen Art gab es vergangene Woche am Wolfgangsee. Im Rahmen der 3. int. Deloitte Dragon Classic Week trafen sich die beachtliche Zahl von 24 klassischen Holzdrachen aus 4 Nationen zum Wettkampf­segeln.

Der Drachen, der 1929 als Holzdrachen entwickelt wurde und von 1948 – 1972 olympische Bootsklasse war, erfreut sich national und interna­tional ungebrochen großer Beliebtheit

Insbesondere die Gruppe der traditi­ons­ver­bundenen Holzdra­chen­segler wächst stetig.

Die vom UYC Wolfgangsee organi­sierte Dritte Deloitte Drachen Woche wurde den Ansprüchen der Holzdra­chen­segler voll und ganz gerecht. Wind- und Wetter­be­din­gungen hätten nicht besser sein können und ermöglichten insgesamt 7 Wettfahrten bei optimalen Bedingungen.

Den Sieg holte sich diesmal das deutsche Team von Gerd Müller van Ißem (18 Pts /YCR Essen) vor dem italie­nischen Team von Francesco Spirito (Circolo Nautico Cervia /21 Pts.) und dem Deutschen Christian Hemmerich (22 Pts./ DTYC) auf Platz 3.

Drachen-Grandprix in Holland

Zunächst segelten wir über Ostern in Aalsmeer auf den Westein­der­plassen in der Nähe von Amsterdam. Für die drei Segeltage waren neun Läufe ausgeschrieben, von denen acht gesegelt wurden.

Da wir in dieser Konstel­lation zum ersten Mal segelten, hatten wir am ersten Tag noch leichte Abstim­mungs­schwie­rig­keiten und fuhren einen achten, einen zehnten und einen vierten Platz. Nach den abendlichen Teambuilding-Maßnahmen lief es am nächsten Tag besser und wir fuhren zwei erste und einen zweiten Platz und hatten somit noch die Chance auf den Gesamtsieg, den wir leider nach zwei vierten Plätzen am Sonntag an die Familie Bakker aus den Nieder­landen weitergeben mussten.

Highlight dieser Regatta (neben dem belgischen Bier) war aber das Revier. Die Westein­der­plassen liegen direkt in der Einflug­schneise des Amsterdamer Flughafens, was dazu führte, das hin und wieder ein Jumbojet bedrohlich nah über der Regattabahn zu sehen war und der ein oder andere Teilnehmer sich wohl überlegt hat, den Triebwerks­ausstoß in seine strate­gischen Überle­gungen mit einzubauen.

Die zweite Regatta fand in Muiden bei Enkhuizen auf dem Ijsselmeer statt. Auch hier wurde über drei Tage gesegelt. Kurioserweise war zwischen dem ersten Regattatag an Christi-Himmelfahrt und dem zweiten ein Tag Pause, an dem wir wieder nach Hause fuhren.

Während in Aalsmeer noch relativ ruhige Binnen­re­vier­be­din­gungen herrschten, stießen wir bei diesem Event auf typische Ijsselmeer-Bedingungen. Bei fünf Beaufort und einer fiesen kurzen Welle kam uns der freie Freitag gar nicht mal so ungelegen.

Auch hier hatten wir am ersten Tag wieder Abstim­mungs­schwie­rig­keiten, was sich in einem sechsten und einem fünften Platz zeigte. Diese wurden aber zwei Tage später direkt behoben, so dass wir am Samstag zwei dritte und einen zweiten Platz fuhren. Letzterer stellte sich später leider als Frühstart heraus, somit reichten drei zweite Plätze und ein Erster am Sonntag leider nicht mehr für den Gesamtsieg, sondern nur für Platz Zwei.

Den Sieg holten auch hier wieder die Bakkers. Allerdings hätten wir ohne den Frühstart diesmal die Regatta gewonnen. Insgesamt sind wir allerdings sehr zufrieden mit unserer Leistung. Wir hatten außerdem zwei schöne Wochenenden, an denen wir die hollän­dische Gastfreund­schaft genießen durften und sogar die königliche Familie nach einem Segelausflug mit ihrem Plattbo­den­schiff beim Anlege­manöver im Hafen beobachten konnten.

Mast und Schotbruch wünschen Euch

Ben van Cauwenbergh, Steven Vermeire und Martin Jahrmarkt, BEL 80 WayOut

“polepo­sition” gewinnt am Bostalsee

Mit der VA 765 war aber der Ranglisten 1. der letzten 3 Jahre und mit der VA 210 der Führende der aktuellen Rangliste am Start. 
 
Samstag  den 6.6. wurde bei 3-4 bft. und strahlendem Sonnenschein der 1. Lauf gegen 14.00 Uhr gestartet. Wir kamen nicht ideal weg und VA 765 +VA 210 führten das Feld schnell an. Sie entschieden sich beide für die rechte Seite, also wir über links. An der Luvtonne waren wir dran. Die 2. Kreutz das gleiche Spiel. Das brachte uns einen Vorsprung von ca. 50 m, den wir bis ins Ziel nicht wieder abgaben. 
 
Lauf zwei beendeten wir als 2. und den dritten Lauf als 3. Also war für Sonntag noch alles möglich. Um 10.00 Uhr wurde gestartet. 210 nahm uns sofort in Deckung und wich uns nicht von der Seite. An der 2. Leetonne kam unsere Chance. Probleme beim Spie bergen von VA 210 ließ uns eine Lücke um innen einzutauchen. Eine fast perfekte Kreutz brachte uns einen guten Vorsprung. Leider flaute der Wind auf der letzten Achterlichen stark ab und an der Leetonne hatten wir VA 210 wieder bei uns. Mit einem Vorsprung von nur 50cm (laut Wettfahrtleitung) behaupteten wir Platz 1 bis ins Ziel. Damit gewannen wir punktgleich mit der VA 210 die Gesamtwertung. 
 
Für uns ein perfektes Wochenende mit viel Sonne, guten Wind und 130 Ranglistenpunkten auf unserem Konto.
 
Kai+Wolfgang Kaesewinkel
Varianta GER 143
“poleposition”

“Steinhude open” der Varian­taklasse

Nur die Meister­schaft liegt höher. Start sollte um 13.00 Uhr sein. Windböen bis 39 Knoten lockten aber nur zahlreiche Rettungsboote auf das Wasser um Segler und paddelnde Schüler abzubergen. Am Sonntag wurde dann schon um 9.30 Uhr gestartet, Bei 3-5 bft. konnten 4 Wettfahrten durchgeführt werden. Mit den Ergebnissen 3-5-(7)-5 erreichten wir in der Gesamt­wertung den 4.Platz . Für uns ein super Ergebnis, da viele Spitzen­segler unserer Klasse am Start waren.

Kai+Wolfgang Kaesewinkel
VA GER 143
polepo­sition

Möhnepokal der Varian­taklasse

Der 1. Start verlief nicht schlecht für uns und wir konnten uns lange auf Platz 2 halten. Leider verkal­ku­lierten wir uns auf der letzten Kreuz und verloren mehrere Plätze bis zur Luvtonne. Auf der Zielach­ter­lichen konnten wir aber dann noch Platz 4 retten.

Beim 2.+3. Lauf hatten wir den recht böigen und drehenden Wind besser im Griff und beendeten beide Rennen auf Platz 3. Pfingst­sonntag hatte auch der Wind wohl Feiertag und blieb zu Hause. So wurde Platz 3 unser Endergebnis.

Wie immer war die Regattafete am Yacht Club Wamel Möhne eine gelungene Sache und rundete das Wochenende gut ab.

Kai+Wolfgang Kaesewinkel
Varinata GER 143 “polepo­sition”

EUROSAF MALLORCA & ISAF SAILING WORLDCUP HYÈRES

Lisa bei Regatten in Spanien und Frankreich dabei.

Bei der diesjährigen Princess Sofia Trophy konnte ich mich nach 10 Wettfahrten mit Platz 35 im Gesamt­er­gebnis für den Weltcup in Hyères qualifi­zieren. Die Regatta vor Palma begann mit starken und sehr drehigen Winden und endete mit Leichtwind. Bei allen Bedingungen waren die Rennen sehr eng und spannend. Vor allem nach Einteilung ins Goldfleet wurde die Luft dünner, jeder kleine Fehler wurde bestraft. In 4 von 10 Rennen konnte ich einen Platz um die 15 ins Ziel bringen. In Zukunft muss ich es schaffen, diese Platzie­rungen zu stabili­sieren und die Ausreißer nach hinten möglichst auszumerzen. Dann sind auch noch große Sprünge im Gesamt­klas­sement realistisch.

Beim Weltcup in Hyères (Frankreich) konnten dieses Jahr erstmals nur die ersten 40 Seglerinnen der Weltrangliste starten. Das bedeutet, dass man quasi von Anfang an das Niveau hat, was sich sonst erst nach Einteilung ins Goldfleet einstellt. In vier Tagen segelten wir 8 Rennen und das Niveau war unglaublich hoch. Ich kann ohne Zweifel behaupten, dass ich noch nie bei einer Regatta gegen solch starke Gegner gesegelt bin.

Auffällig ist, dass grade die großen Segelna­tionen wie England, Frankreich, Belgien und den Nieder­landen mittlerweile nicht nur „eine“ Top- Seglerin haben, sondern gleich 2 oder 3 Seglerinnen, die ein sehr hohes Level erreicht haben. Das mach es meiner Meinung nach bei dem neuen Weltcup- Format sogar schwieriger als bei Olympischen Spielen, wo jede Nation nur einen Segler schicken darf. Trotz dieser Erkenntnisse und wenn auch mit einem enttäu­schenden 36. Platz war die Regatta sehr spannend und lehrreich.

Mit der Erkenntnis, dass es oft nur an kleinen Feinheiten liegt, ob man im Mittelfeld oder deutlich weiter hinten ins Ziel kommt, werde ich in den kommenden Wochen im Training fokussiert und systematisch an die Dinge herangehen, bis es wieder vorwärts geht! ... es wird langsam Zeit, sich an die dünne Luft zu gewöhnen ;-)

Eure Lisa

2. Platz für Kai+Wolfgang Kaesewinkel in Otterstadt

Am Samstag 9.5.2015 konnten bei sonnigem Wetter aber stark böigen Winden ( 3-4 Bft.) 3 Wertungsläufe durchgeführt werden. Mit den Ergebnissen 1-2-2 war am Sonntag noch Platz 1 in Reichweite. Leider spielte Rasmus nicht mit und schickte keinen Wind mehr an den Altrhein.

Wolfgang Kaesewinkel

Blaues Band 2015

Startverschiebung beim Blauen Band 2015.

Der Wettfahrt­leiter Wolfgnag Kaesewinkel hatte es nicht leicht, bei den vorherr­schend leichten Winden einen segelbaren Kurs auszulegen. Er entschied sich wegen der großen Teilneh­merzahl auf einen Start zur Tonne 1 zu verzichten. Eine Runde um die Tonne 4 war das äußerste, was bei diesen Windver­hält­nissen noch machbar war.

Lisa startet beim Princesa-Sofia-Cup auf Mallorca

Liebe Ruhrländer!

Viele Grüße aus Can Pastilla sendet Euch Lisa! Ich bin bereits seit 9 Tagen hier auf Mallorca und konnte diese Zeit nutzen, um mich auf die morgen startende "Princess Sophia Trophy" vorzube­reiten. Neben dem Segeln standen dabei vor allem auch Rennrad- und Laufein­heiten auf dem Plan.

Das Wetter ist hervor­ragend, wir genießen den Frühling hier bei Temperaturen um die 20°C. Wen wundert es da, dass fast 120 Radials gemeldet haben! Es werden also spannende und enge Rennen werden! Für Montag haben wir eine gute Windvor­hersage um die 20kn!

... Auch wenn es in der Heimat sicherlich noch nicht so sommerlich ist wie hier, wünsche ich Euch einen schönen Start in die Saison und tolles Osterfest!

Eure Lisa

Ben wird 3. beim Grandprix der Drachen in Cannes (25.2.-1.3.2015)

Ein toller Einstieg in die neue Saison und das in einem interna­tional hervor­ragend besetzten Feld. Ben hat sich auf seinem neuen Drachen offensichtlich gleich gut zurecht gefunden und ohne große Vorberei­tungen auf Anhieb den richtigen Trimm für die schwierigen Windver­hältnisse in Cannes gefunden. Das verspricht für ihn eine gute Saison zu werden. Mach weiter so Ben.

Worldcup Miami: 32. von 80 Teilneh­me­rinnen

Trotzdem waren die vergangenen Tage, die wahnsinnig schnell vorbei waren, sehr lehrreich für mich.
Die Bedingungen waren mit Winden aus West, Nord und Nord-Ost in der Bucht vor Miami immer ablandig, so dass es starke Dreher zwischen 20 und 50 Grad gab, dazu Windge­schwin­dig­keiten von 20kn+ am ersten Wettfahrttag und Mischbe­din­gungen von 7-13kn an den folgenden Tagen. Mir mangelte es teilweise ein wenig an Speed, aber ausschlag­gebend waren wieder mal die Starts, die mir immer noch nicht richtig gelingen wollten. Dazu hier und da ein paar taktische Fehlent­schei­dungen und am letzten Tag einfach auch ein bisschen Unglück, als der Wind auf der Startkreuz immer weiter links drehte und ohne erkennbaren Grund (weder in der Vorhersage noch anhand Anzeichen auf dem Wasser) einfach nicht mehr zurück drehen wollte. Als ich nach dieser Wettfahrt ziemlich frustriert zu meinem Kumpel Philipp Buhl fuhr, der das Rennen bei den Laser Männern, die ca. 10 Minuten nach uns gestartet waren, bei nun nur noch 5kn Windspeed beeindruckend gewonnen hatte, sagte er, dass er ebenfalls von jenem Linksdreher profitiert habe, der Wind aber genau in dem Moment, wo er einen Rechts­dreher benötigte, zurück­drehte. „Schwein gehabt“, sagte er und lachte in seiner schelmischen, herzlichen Art!

Natürlich bedarf es vieler weiterer Qualitäten, um nach so einer Bilderbuch- Startkreuz wie bei Philipp das Rennen zu gewinnen und sicherlich hätte ich mich mit einer konser­va­tiveren Feldtaktik noch irgendwo ins Mittelfeld retten können, retten müssen! Genau das muss das Ziel sein, bei solchen Rennen, wo man "einfach mal Pech hatte", immer noch ein Ergebnis im Mittelfeld zu erzielen. Dies unterscheidet den durchschnitt­lichen vom guten Segler! Und da will ich hin!


Mein Zwischenziel, die Top 30 der Weltrangliste mit der heutigen Aktuali­sierung dieser zu erreichen, habe ich leider verfehlt. Ich liege auf Rang 39 (2. Deutsche) und habe damit vorerst keine Startbe­rech­tigung beim nächsten Weltcup Ende April in Hyeres, Frankreich, für den sich nur die ersten 30 Seglerinnen der Weltrangliste direkt qualifiziert haben. Weitere 10 Plätze werden beim EUROSAF Palma de Mallorca Ende März vergeben. Und einen dieser will ich mir holen! Dazu geht’s ab Mitte Februar für 14 Tage nach Frankreich ins Trainingslager!

..habe ich diesmal zwar kein gutes Ergebnis mit im Gepäck gehabt, so habe ich umso mehr Motivation getankt, intensiv an mir zu arbeiten! Es ist noch so viel Luft nach oben! :-)… und wie immer möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich für Euren Support bedanken!!!

Eure Lisa

Lisa segelt ihren 2. Worldcup in Miami

Lieber YCRE,

Viele Grüße aus Miami sendet Euch Lisa. Ich bin nun seit 2 Tagen hier vor Ort und bereits morgen beginnt der ISAF Sailing World Cup Miami, der 2. Weltcup in der 2015er Serie. Die letzten beiden Tage war ich damit beschäftigt, mein Charterboot auf Vordermann zu bringen, das Revier zu erkunden und mich zu Akklima­ti­sieren. Gerne wäre ich ein paar Tage früher angereist, doch leider habe ich kein Charterboot mehr für die Zeit vor der Regatta bekommen, so dass ich allenfalls hätte Urlaub machen können :-) .

Nachdem ich die ersten 10 Tage des neuen Jahres mit einem Infekt zu kämpfen hatte, konnte ich die letzten 7 Tage zu Hause das Konditi­ons­training wieder aufnehmen und fühle mich nun fit und bereit für die Regatta. Insgesamt 80 Laser Radial sind am Start und es sind 11 Wettfahten + Medal Race geplant. Unter den Teilnehmern sind anders als in Melbourne nun alle Topsegler dabei!

Die Bedingungen hier in Miami sind vor allem eines: drehig! Aus fast allen Richtungen gibt es irgendeine Abdeckung - es gilt also einen kühlen Kopf zu bewahren!

Laut Wetter­vor­hersage erwartet uns für den ersten Regattatag Starkwind um die 20kn und für den 2. Tag etwa 15kn. Ab dem 3. Tag werden wir in Gold-& Silberfleet eingeteilt!

Ich freue mich, dass ich hier in Miami dabei sein kann! Auf gehts's!

Eure Lisa

Worldcup Laser Radial in Melbourne: Das Beste zum Schluss

Lisa Fassel segelt erfolgreich beim World Cup in Melbourne.

Am 28. November verließ ich das noch milde aber dennoch bereits ungemütlich gewordene Rostock und stieg in den Flieger Richtung Australien. Ziel: Melbourne!

Dort erwarteten mich 15 Tage, die ich bei sommer­lichen Temperaturen zum Training und der anschlie­ßenden Teilnahme beim ISAF Sailing Worldcup Melbourne, dem ersten Weltcup der 2015er Serie, nutzen wollte.
Für mich war es nicht das erste Mal in Melbourne, denn bereits im Dezember 2009 habe ich an dieser Regatta teilge­nommen. Diesmal jedoch habe ich nicht in einem Apartment gewohnt, wie ich es sonst bei Regatten üblicherweise tue, sondern habe meine Zeit bei einer Segler­familie aus dem ausrich­tenden Verein verbringen dürfen. Es war eine tolle Zeit, in der ich viel von der austra­lischen Lebensart erfahren konnte, die unglaublich offen, gastfreundlich und entspannt ist. Ganz besonders gefreut habe ich mich über die Einladung zum nachmit­täg­lichen Mitsegeln auf einer 52ft Rennyacht.

Lisa Fassel segelt erfolgreich beim World Cup in Melbourne.

Während des Trainings in der ersten Woche herrschte vormittags meist leichter Wind aus südlicher Richtung, der zum Nachmittag hin aufgrund der Thermik auf 15- 18kn auffrischte. So konnte ich die Zeit ideal nutzen, um sowohl an meiner Leichtwind- als auch Starkwind- Performance zu arbeiten. Die Regatta startete am Dienstag, den 09. Dezember. In den ersten beiden Tagen wollte nichts so richtig klappen. Anders als es mir mein subjektives Gefühl sagte, lag das schlechte Abschneiden aber nicht an meinem Speed auf der Kreuz sondern am inkonse­quenten Aussegeln der Dreher und auch an meinen Starts, die mich von Anfang an nicht frei entscheiden ließen.

Es gelang mir ab dem 3. Tag jedoch diese Fehler abzustellen. Meine Starts wurden besser und auch das Gefühl für die Dreher kam zurück, ich konnte konstante Plätze vorne im Feld fahren und mich schließlich noch für das Medal Race qualifi­zieren, was nach dem schlechten Regattastart zunächst aussichtslos erschien. Im Medal Race selbst bin ich 4. geworden und konnte mich damit in der Gesamt­wertung auf Platz 9 vorarbeiten. Alles in allem waren es für mich sehr lehrreiche 2 Wochen, die mir wieder mein enormes Potential bei Starkwind gezeigt haben, aber eben auch, dass es oftmals die kleinen Fehlern sind, die die Spitzen­plat­zie­rungen verhindern. Daran muss ich weiter arbeiten!

Großen Dank möchte ich an dieser Stelle noch einmal dem YCRE aussprechen, der mich wieder einmal unterstützt hat, um diese Reise zu ermöglichen! Vielen Dank!!!

Eure Lisa